Klein-Wind-Anlage

Bereits unser Vorfahren nutzten den Wind. Damals war das neben dem Wasserrad eine häufig genutzte und einfachste Möglichkeit, vorhandene Energie nutzbar zu machen.

Wind ist vor allem dann eine Alternative, wenn es Nacht ist oder die Erträge von der Sonne unter den Erwartungen liegen. Oft zieht Wind auf, wenn die solare Einstrahlung nachlässt, weil zum Beispiel Wolken aufziehen oder die Sonne untergeht. Auch wenn man zukünftige Winderträge nicht vorhersagen kann, sollte man vor dem Bau eines Windrades eine längere Windmessung am Standort machen und den Weibull-Faktor bei der Anlagenplanung beachten. Selbst dann wird nicht sicher sein, ob die erhofften Erträge erreicht werden. Wenn Sie aber nicht die Einspeisevergütung bekommen, sondern sich dafür die eigenen und wohl höheren Kosten einsparen, wird es wohl effektiver werden.

Für einen Stromspeicher ist eine Windkraftanlage durchaus sinnvoll, auch wenn die Winderträge nicht sehr hoch sind, weil damit dem Alterungsprozess des Accus gut entgegengewirkt werden kann.  Sollten die PV-Module längere Zeit nicht funktionieren, können die Winderträge den Accu vor der Tiefentladung schützen.

Der Bau einer Windkraftanlage wird durch die einzelnen Länder geregelt. Bei einer Nabenhöhe unter 12.50 Meter sind die meisten Kleinwindanlagen genehmigungsfrei, dürfen aber die Nachbarn nicht stören. Sicherheitshalber ist immer das Bauamt in Ihre Planung mit einzubeziehen und Mindestabstände zu den Nachbarn einzuhalten.

Gerade auch in der Nähe von Nachbarn vorteilhaft: der Vertikal-Rotor

Viele Vertikal-Rotoren laufen recht leise. Da der Mast fehlt, der beim Drehen des Rotors "verschattet" wird, gibt es die tieffrequenten Töne des Rotors nicht, wenn dieser den Masten verdeckt und wieder für den Wind freigibt. Somit können solche Anlagen auch in der Nähe von Wohngebieten installiert sein. Außerdem müssen sich diese Anlagen nicht immer neu ausrichten, wenn der Wind sich dreht. Die meisten dieser Anlagen verfügen über einen Dynamo, der den Accu direkt lädt und können direkt an den Accu angeschossen werden. Einen separaten Windwechselrichter braucht es dann nicht.

Der Windwechselrichter wird nur bei Netzeinspeisung gebraucht. Bei Einspeisung ins öffentliche Netz brauchen Sie auch noch einen separaten Strom-Zähler, da es ein gesondertes EEG für Windkraftanlagen gibt, das sich vom EEG Photovoltaik unterscheidet. Bei nicht einspeisenden Anlagen bekommen Sie keine EEG-Vergütung und können die Erzeugungsarten Photovoltaik und Wind gut kombinieren. Die Einsparung liegt bei Ihrem Strompreis und nicht der bestimmt viel geringeren EEG-Vergütung - ein enormer Vorteil für Sie.